Engagement

im Hamburger Hospiz e.V.

Ehrenamt Hospiz

Viele Bürgerinnen und Bürger möchten sich in der Bürgerbewegung Hospiz engagieren. Darüber freuen wir uns sehr, denn Hospiz ist fundamental auf deren Mitwirkung angewiesen! Durch Zeit- und Geldspenden wird Hospiz zu dem was es ist: Die Verwirklichung einer Idee, dass Abschied nehmende Menschen im Sterben, wie in der Trauer wertfreien und voraussetzungslosen Respekt, Wahrung ihrer Selbstbestimmung und solidarische Zuwendung von ihren Mitmenschen erhalten.
Auch Sie überlegen Menschen in den letzten Lebenswochen und -monaten und deren Angehörige zu begleiten? Dann haben Sie die Chance viel über sich selbst, das Leben und den Tod zu lernen. Nur Mut, wir finden gemeinsam heraus, ob dieses Ehrenamt zum jetzigen Lebenszeitpunkt für Sie stimmig ist!

Aufgaben Ehrenamt Hospiz

Am Lebensende möchten wir dort leben und sterben dürfen, wo wir uns geborgen und zuhause fühlen, meist in unserem vertrauten Umfeld. Ehrenamtliche HospizlerInnen, die sich im Ambulanten Hospizberatungsdienst engagieren tragen dazu bei, dass dies gelingt, denn Einsamkeit, unzureichende Versorgung oder die Anforderungen des Alltages stehen diesem Wunsch oft entgegen. Ehrenamtliche ambulante HospizlerInnen besuchen tödlich erkrankte Menschen und ihre Angehörigen in den Wochen und Monaten des Abschieds. Sie begleiten in deren Wohnung, im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Ganz nach den Wünschen der Betroffenen bieten sie freundliche stille oder sprechende Gesellschaft an, ermöglichen Freizeitaktivitäten, entlasten durch Alltagshilfen oder bieten Sitzwachen für dringend benötigten Schlaf an.

Zu Gast in unserem stationären Hospiz sind tödlich erkrankte Menschen, deren Verbleib im vertrauten Umfeld nicht möglich ist. Dies kann der Fall sein, wenn leidvolle Symptome kontinuierlich pflegerisch oder medizinisch gelindert werden müssen oder die notwendige Versorgung Angehörige überfordert. Ehrenamtliche stationäre Hospizler bieten Begleitung an, die sich insbesondere an tödlich erkrankte Gäste richtet. Ganz nach den Wünschen der Gäste bieten sie freundliche stille oder sprechende Gesellschaft an, ermöglichen Spaziergänge sowie kleine Unternehmungen. Außerdem sorgen sie durch Freizeitaktivitäten, wie Kaffeerunden und Bastelnachmittage, Blumenpflege oder Empfangsdienste für die gastfreundliche Atmosphäre im Hospiz oder übernehmen kleine Aufgaben in der Hauswirtschaft.

Ehrenamtliche HospizlerInnen sind Teil der Bürgerbewegung Hospiz. Sie tragen die Hospizidee in die Gesellschaft und setzen sich dafür ein, dass Sterben und Trauer in unserer Gesellschaft wieder als Bestandteile des Lebens wahrgenommen werden. Dadurch sollen Schwersterkrankte und Trauernde einen würdevollen, lebendigen und vor allem solidarischen Beistand in der Gesellschaft erleben. In der Öffentlichkeitsarbeit wirken sie in der Organisation von Veranstaltungen mit. Sie richten auch Feste aus oder sie bieten Gespräche und Flyer an Infoständen an. Schulter an Schulter mit dem Hauptamt ermöglichen sie hier den lebendigen Austausch mit BürgerInnen, die Weitergabe von Erfahrungen und das Vermitteln von Wissen.

Das Ehrenamt Hospiz wird aus Haltung und Achtsamkeit gespeist. Daher gehören die Teilnahme an einer umfassenden Schulung, Selbstreflektion in Form von Dokumentation, Supervision, kontinuierlicher Fortbildung und Selbstfürsorge dazu.

Zum Wohle der von uns besuchten Menschen verpflichten wir uns zur Verschwiegenheit, Teilnahme an einer umfassenden Schulung, kontinuierliche Fortbildung und Supervision und zur Selbstfürsorge.

Lohn des Ehrenamtes

Hospizarbeit, die den ganzen authentischen Menschen fordert, schafft intensive Nähe zu uns selbst und den von uns besuchten Menschen. Eine innere Reifung und Persönlichkeitsentwicklung bleibt in der Sterbebegleitung nicht aus! Auch ist es zutiefst sinnstiftend und erfüllend, am Schicksal anderer Anteil zu nehmen und zu spüren, wie gut diese Solidarität Betroffenen tut.

Der kleine Urlaub vom Ego, wenn wir ein bisschen unserer Lebenszeit in den Dienst anderer stellen, lässt uns zudem erkennen, was wirklich wichtig ist. Auf diese Weise schenkt Hospizarbeit Klarheit für das eigene Leben und ermöglicht spannende Lernprozesse fürs eigene Leben. Des Weiteren stärken der Zusammenhalt im Team sowie die kontinuierliche Unterstützung durch die Hospizkoordinatorinnen, die Supervision und Fortbildungen anbieten. In einer offenen und vertrauensvollen Teamatmosphäre entstehen oft Freundschaften, die das soziale Netz ergänzen.

„Sich zu verschenken“ und dadurch beschenkt zu sein, beides geht im Hospiz also Hand in Hand!“

Kurse Ehrenamt Hospiz

Kurse für ehrenamtliche Helfer-innen
Für die ehrenamtliche Mitarbeit ist eine Auseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit von tödlich erkrankten Menschen und deren Angehörigen Voraussetzung. Deshalb nehmen die HospizlerInnen vor Beginn ihrer Tätigkeit an einer umfangreichen Schulung teil, die sich je nach Tätigkeitsfeld über vier (stationäre Hospizarbeit) oder fünf Monate (ambulante Hospizarbeit) und 80 bis 100 Unterrichtseinheiten erstreckt. Unterrichtsschwerpunkte sind Biografiearbeit, Kommunikation, Kraftquellen und Selbstreflexion. In einem Praktikum erleben sich die künftigen HospizlerInnen erstmals im Kontakt mit hilfsbedürftigen Menschen und reflektieren ihre Erlebnisse in einer engmaschigen Supervision. So sind HospizlerInnen gründlich auf ihre Aufgabe vorbereitet und vor Überforderung geschützt.
Voraussetzungen für eine ehrenamtliche Mitarbeit
Sie überlegen ein Ehrenamt im Hamburger Hospiz e.V. aufzunehmen? Wenn Sie folgendes nicht mitbringen sprechen Sie dies bitte offen mit uns an.
  1. emotionale Stabilität und Ressourcen (keine akuten Verluste)
  2. stabile Lebensumstände (keine Pflegebedürftigkeit eines nahen Familienmitgliedes, Umzug, Arbeitsplatzwechsel…)
  3. Toleranz gegenüber fremden religiösen und moralischen Werten
  4. Bereitschaft zur Selbstreflexion und Dokumentation
  5. Bereitschaft zur Teilnahme an Schulung, Supervision und Fortbildung
  6. der Wunsch ehrenamtlich tätig zu werden
  7. keine bereits bestehende ehrenamtliche Tätigkeit im mitmenschlichen Bereich, die fortgesetzt werden soll
  8. grundsätzliche Offenheit dafür bei Festen oder in der Öffentlichkeitsarbeit mitzuwirken (Flyer verteilen, Kuchen backen…)
  9. die Bereitschaft, sich auf eine mindestens einjährige Mitarbeit einzulassen
  10. Fähigkeit das Ehrenamt gegenüber beruflichen und privaten Kontakten und Rollen abzugrenzen
  11. zeitliche Kapazität von mindestens drei Wochenstunden
  12. räumliche Nähe bis etwa 30 Minuten Anfahrtszeit
Entscheidungshilfe
Für wen ist das Ehrenamt Hospiz geeignet? Woran erkennen Interessierte, ob ihr Einsatz an diesem Ort mit diesen Personen und zum jetzigen Lebenszeitpunkt stimmig ist? Nur Mut, wir finden es gemeinsam heraus!

Melden Sie sich für einen Schnuppertag Ehrenamt Hospiz sowie für die Infoabende an oder nehmen Sie an unseren Vorträgen und Führungen teil.

Termine finden Sie unter Veranstaltungen.

Erste Fragen beantworten wir Ihnen gerne telefonisch.
Kontaktieren Sie uns:
Öffentlichkeitsarbeit
Ambulanter Hospizberatungsdienst
Stationäres Hamburger Hospiz
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