Das Hamburger Hospiz im Helenenstift
Das Hamburger Hospiz wurde im Oktober 2001 eröffnet. Es befindet sich im Gebäude des Helenenstifts im Hamburger Stadtteil Altona, das aufwändig umgebaut wurde. In unserem Haus beherbergen wir bis zu 16 schwer erkrankte und sterbende Menschen in der letzten Phase ihres Lebens und unterstützen deren Familien.
Am Ende jeden Lebens steht der Tod. In unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema, über das man nicht gerne spricht. Doch wir möchten mit Ihnen darüber sprechen. Anlässlich unseres zehnten Geburtstags laden wir Sie herzlich zu Jubiläumsveranstaltungen ein. Wir möchten mit Ihnen feiern, mit Ihnen ins Gespräch kommen und Ihnen Gelegenheit geben, sich behutsam den Themen Sterben, Tod und Trauer zuzuwenden und uns und unsere Arbeit kennenzulernen. Weil menschenwürdiges Sterben in Deutschland keine Selbstverständlichkeit ist und die Würde des Menschen auch in diesem Lebensabschnitt unantastbar bleiben muss. Viele Menschen haben keine andere Wahl – sei es, weil das private Umfeld nicht gegeben oder überfordert ist – als die letzten Tage und Stunden des Daseins in Anonymität und Einsamkeit zu verbringen. In einer Atmosphäre, einer Umgebung, die zwar dem Leben gerecht wird, aber nicht dem Sterben. Ohne persönliche menschliche Wärme, Nähe und ohne einfühlsamen Beistand.
Unser anspruchsvolles Ziel ist es nach wie vor, das Hamburger Hospiz zu einem Zentrum zu entwickeln, in dem mit dem Tabuthema Tod gebrochen wird, aus dem heraus sich ein neuer Umgang mit dem Sterben entwickelt. Erfüllt mit Herzlichkeit, Wärme und Nähe soll Sterben wieder als das verstanden werden, was es ist und immer war: ein Teil des Lebens, integriert mitten ins Leben, in eine lebendige Stadt, in ein lebendiges Viertel.
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